edelstahlnadeln zusammenlöten lot vom kolben

Löten auf Edelstahl - Soldering on Stainless Steel

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lars
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edelstahlnadeln zusammenlöten lot vom kolben

Beitrag von lars » Fr Jul 06, 2012 5:55 pm

Guten tag.
Ich habe gesehen dass jemand zum gleichen thema gefragt hat. muss aber trotzdem noch nachfragen. es handelt sich dabei auch um 0.3mm Edelstahlnadeln, welche zusammen gelötet werden müssen.
Dabei ist zu erwähnen dass ich die nadeln in der einen hand hallte, etwas lot an den kolben gebe, flussmittel an die nadeln und dann das Lot direkt mit dem kolben auf die nadeln streiche.
Ich habe nicht die möglichkeit die nadeln davor zu erhitzen, oder das lot direkt auf die nadeln zu geben, weshalb das lot und flussmittel optimal sein muss.

Ich habe das ganze schon im Ausland gemacht, weiss aber nicht mit welchem flussmittel, lot, und temperatur.

habe es mit stannol Nr. 1V probiert was aber für diesen zweck nicht brauchbahr war.
habe gesehen dass ihr für edelstahl Nirosta 5050s empfehlt, aber welches lötzinn ?
Ich weiss dass es leute gibt die für diesen zweck silberlot verwenden. was meint ihr dazu?

Jens Gruse
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Beitrag von Jens Gruse » Mo Jul 16, 2012 10:43 am

Hallo Lars,

sorry für die spate Antwort, es ist Urlaubszeit, da schaut man nicht so oft in das Forum....

Bei Lötung von Edelstahl ist das 5050S Nirosta schon die erste Wahl. Auch dieses Flussmittel wirkt aber nur bis zu einer gewissen Güte des Edelstahls. Je höher der Anteil an Cr/Mo(/Ni), desto schlechter die Wirkungsweise des Flussmittels und Benetzung. Als Lot kann man sowohl Sn60Pb40 als auch die bleifreien Lote verwenden. Warum unbedingt Silberlote (z.B.Sn96Ag4)? Kostet nur mehr und bringt bei dieser Lötung nicht wirklich viel Mehrwert. Oder kommt es bei den Nadeln um Leitfähigkeitswerte an?

Wenn die Nadeln nicht im Lebensmittel- oder medizinischen Bereich verwendet werden, würde ich mit bleihaltigem Lot arbeiten, sonst eines der verschiedenen bleifreien (TC Sn99Cu1 oder TSC Sn95,5AG3,8cU0,7 9.

Wenn das Flussmittel auf den Nadeln ist, kann man das Lot auch über den Lötkolben bzw. Spitze übertragen. Kritisch ist so etwas nur bei flussmittelgefülltem Lötdraht, hier ist das Flussmittel dann meist schon verbraucht, bevor es die Chance hat, auf der Oberfläche des Lötgutes seine Wirkung zu entfalten.

Wenn weitere Fragen, bitte einfach nachhaken.......
Freundliche Grüße

Jens Gruse
Anwendungstechnik
STANNOL GmbH & Co.KG
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